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Warum Websites scheitern: Die häufigsten Fehler bei Website-Projekten

Websites scheitern selten an der Technik. Die häufigsten Fehler: kein Ziel, schwaches Briefing, fehlender Content, kein Launch-Plan

Warum Websites scheitern: Die häufigsten Fehler bei Website-Projekten
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Das Projekt startet – und niemand weiß, wohin

Die meiste Websites scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern, bevor eine einzige Zeile Code geschrieben wird. Der Grund: Niemand hat definiert, was die Website eigentlich leisten soll.

"Wir brauchen eine neue Website" ist kein Ziel. Das ist ein Wunsch. Ein Ziel klingt so: "Wir wollen über die Website monatlich 20 Anfragen für unsere Dachdecker-Leistungen im Raum Hannover bekommen." Damit kann ein Webdesigner arbeiten. Mit "einfach mal modern aussehen" kann er es nicht.

Ohne klares Ziel fehlt jede Grundlage für Entscheidungen. Welche Seiten brauchen wir? Welche Funktionen sind nötig? Was kommt auf die Startseite? All diese Fragen bleiben offen – und werden dann im laufenden Projekt zum Problem.

Besser machen: Setz dich vor dem ersten Gespräch mit deiner Agentur hin. Schreib auf, was deine Website konkret erreichen soll. Wer soll sie besuchen? Was sollen Besucher dort tun? Wenn du diese drei Fragen beantworten kannst, hast du schon mehr als 80 Prozent aller Auftraggeber.

Das Briefing, das keins ist

Ein schlechtes Briefing kostet dich Geld. Nicht weil deine Agentur dich über den Tisch zieht. Sondern weil Missverständnisse Korrekturschleifen erzeugen. Und Korrekturschleifen kosten Zeit. Und Zeit kostet Geld.

Typische Briefing-Fehler, die wir bei Web-Dienste365 regelmäßig sehen:

  • Kein Wort über die Zielgruppe – nur über das eigene Unternehmen
  • Drei Referenz-Websites, die in völlig verschiedene Richtungen gehen
  • Vage Aussagen wie "modern, aber nicht zu modern" ohne konkretes Beispiel
  • Keine Information darüber, welche Inhalte bereits vorhanden sind
  • Budget wird bewusst verschwiegen – obwohl es den Rahmen definiert

Ein Briefing muss kein 30-seitiges Dokument sein. Eine halbe DIN-A4-Seite mit klaren Aussagen zu Ziel, Zielgruppe, Budget und Zeitrahmen reicht oft völlig aus. Das spart dir und deiner Agentur Wochen an Abstimmung.

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Falsche Prioritäten: Design vor Funktion

Ja, deine Website soll gut aussehen. Aber "gut aussehen" bringt dir keinen einzigen Kunden, wenn die Seite fünf Sekunden zum Laden braucht. Oder wenn niemand den Kontakt-Button findet. Oder wenn deine Telefonnummer auf dem Handy nicht klickbar ist.

Wir erleben oft, dass Auftraggeber stundenlang über Schriftarten und Farbtöne diskutieren. Gleichzeitig fehlt eine funktionierende Kontaktseite. Oder die Öffnungszeiten stehen nirgends. Das sind die Dinge, wegen denen Besucher tatsächlich auf deine Website kommen.

Design, das nicht zur Handlung führt, ist Dekoration. Dekoration kannst du dir an die Wand hängen – aber sie bringt keine Anfragen.

Besser machen: Kläre zuerst die Struktur. Welche Seiten brauchst du? Wie findet ein Besucher von der Startseite zum Kontaktformular? Welche Informationen sucht deine Zielgruppe? Wenn die Grundstruktur steht, kommt das Design. Nicht umgekehrt.

Content als Nachgedanke – der teuerste Fehler

Der häufigste Satz zwei Wochen vor dem geplanten Launch: "Die Texte liefern wir noch nach." Dieser Satz verschiebt mehr Website-Projekte als jedes technische Problem.

Texte, Bilder und Videos sind keine Dekoration. Sie sind der eigentliche Inhalt deiner Website. Ohne sie ist deine Seite eine leere Hülle mit Platzhaltern. Kein Besucher bleibt auf einer Seite mit Lorem-ipsum-Text.

Content-Erstellung braucht Zeit. Gute Texte für eine Unternehmenswebsite schreibst du nicht an einem Nachmittag. Fotos müssen geplant, geschossen und bearbeitet werden. Wer das erst am Ende des Projekts bedenkt, verzögert den gesamten Ablauf.

Besser machen: Starte mit den Inhalten, nicht mit dem Design. Sammle vorhandene Texte, Bilder und Dokumente ganz am Anfang. Plane ein Fotoshooting frühzeitig ein. Oder beauftrage deine Agentur mit der Texterstellung – aber bitte nicht in der letzten Projektwoche.

Kein Launch-Plan: Und dann steht die Seite einfach da

Die Website ist fertig. Sie geht online. Und dann? Stille. Kein Social-Media-Post. Kein Newsletter an Bestandskunden. Keine Google-Indexierung geprüft. Kein Tracking eingerichtet. Kein Redirect von der alten Seite.

Ein Website-Launch ohne Plan ist wie eine Ladeneröffnung ohne Schild an der Tür. Die Arbeit beginnt mit dem Go-Live – sie endet nicht dort.

Was ein einfacher Launch-Plan enthalten sollte:

  • Technischer Check: Ladezeit, mobile Darstellung, defekte Links, SSL-Zertifikat
  • SEO-Grundlagen: Seitentitel, Meta-Beschreibungen, Google Search Console
  • Tracking: Google Analytics oder eine datenschutzkonforme Alternative einrichten
  • Weiterleitungen: Alte URLs auf neue Seiten umleiten, damit kein Ranking verloren geht
  • Kommunikation: Kunden, Partner und Netzwerk über die neue Website informieren

Ein Website-Projekt ist eine Investition. Und wie jede Investition braucht sie einen Plan, der über den Tag der Fertigstellung hinausgeht. Bei Web-Dienste365 in Hannover gehört ein Launch-Check zu jedem Projekt. Weil wir wissen, dass eine Website erst dann erfolgreich ist, wenn sie gefunden, genutzt und gepflegt wird. Du planst ein Website-Projekt und willst es von Anfang an richtig angehen? Dann lass uns sprechen – bevor die ersten Fehler passieren.

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Sven Katzensteiner

Webdesigner & Entwickler bei Web-Dienste365 – spezialisiert auf performante Websites, Ticketshop-Systeme und Webshops für Unternehmen in der Region Hannover.

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